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Warum beeinflusst die Ernährung den Verlauf bei Hashimoto?
Warum beeinflusst die Ernährung den Verlauf bei Hashimoto?
Die Ernährung hat bei Hashimoto-Thyreoiditis einen überraschend direkten Einfluss auf den Krankheitsverlauf – das zeigen aktuelle Forschungsergebnisse und die Erfahrungen vieler Betroffener. Im Mittelpunkt steht dabei die Wechselwirkung zwischen Immunsystem, Entzündungsprozessen und Schilddrüsenfunktion. Bestimmte Nährstoffe und Lebensmittel wirken wie ein Schalter: Sie können entweder Entzündungen im Körper anheizen oder sie gezielt dämpfen.
Einige Lebensmittelgruppen, etwa stark verarbeitete Produkte, raffinierter Zucker oder gesättigte Fette, fördern stille Entzündungen, die das Immunsystem zusätzlich reizen. Gerade bei Hashimoto, wo das Immunsystem ohnehin aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann das die Beschwerden verschärfen und die Schilddrüse weiter schwächen. Umgekehrt zeigen Studien, dass eine Ernährung mit viel Gemüse, Omega-3-Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen die Entzündungsbereitschaft im Körper messbar senkt.
Was oft unterschätzt wird: Die Darmgesundheit spielt eine zentrale Rolle. Ein gestörtes Mikrobiom – also die Gesamtheit der Darmbakterien – kann Autoimmunreaktionen verstärken. Bestimmte Ballaststoffe und fermentierte Lebensmittel unterstützen hingegen eine gesunde Darmflora und damit auch die Immunbalance. Diese Zusammenhänge sind zwar noch nicht bis ins letzte Detail entschlüsselt, aber der Trend ist klar: Wer gezielt isst, kann die Krankheitsaktivität positiv beeinflussen und Symptome abmildern.
Fazit: Die Ernährung wirkt bei Hashimoto nicht nur als „Beifahrer“, sondern als aktiver Mitgestalter des Krankheitsverlaufs. Eine bewusste Auswahl der Lebensmittel ist daher weit mehr als bloße Nebensache – sie kann das Wohlbefinden und die Lebensqualität spürbar steigern.
Wie sieht eine gezielte, entzündungshemmende Ernährung bei Hashimoto konkret aus?
Wie sieht eine gezielte, entzündungshemmende Ernährung bei Hashimoto konkret aus?
Eine gezielte, entzündungshemmende Ernährung bei Hashimoto setzt auf Vielfalt, Frische und den bewussten Verzicht auf bestimmte Zutaten. Dabei geht es nicht um starre Regeln, sondern um ein durchdachtes Ernährungsmuster, das Entzündungsprozesse im Körper gezielt ausbremst. Das gelingt vor allem durch die Kombination ausgewählter Lebensmittel und Nährstoffe, die wissenschaftlich mit einer Reduktion von Entzündungsmarkern in Verbindung gebracht werden.
- Farbenfrohes Gemüse und Beeren: Je bunter der Teller, desto besser. Verschiedene Gemüsesorten und Beeren liefern sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, die freie Radikale neutralisieren und Entzündungen entgegenwirken.
- Omega-3-Quellen: Fettreicher Fisch (z.B. Lachs, Makrele), Walnüsse und Leinsamen sind hervorragende Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren, die das Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und -hemmenden Botenstoffen verbessern.
- Hochwertige pflanzliche Öle: Kaltgepresstes Olivenöl, Leinöl oder Rapsöl sind reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die Entzündungsprozesse im Körper modulieren können.
- Ballaststoffreiche Kost: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Kimchi unterstützen eine gesunde Darmflora, was wiederum das Immunsystem entlastet.
- Gewürze mit Wirkung: Kurkuma, Ingwer und Knoblauch sind mehr als nur Geschmacksträger – sie enthalten bioaktive Substanzen, die nachweislich entzündungshemmend wirken.
Entscheidend ist die regelmäßige Integration dieser Lebensmittel in den Alltag, nicht der gelegentliche Verzehr. Auch kleine Anpassungen, wie das Ersetzen von Weißmehl durch Vollkorn oder das tägliche Einbauen von Hülsenfrüchten, können bereits einen Unterschied machen. Und: Die Ernährung sollte immer zu den eigenen Vorlieben und Verträglichkeiten passen – denn nur dann bleibt sie langfristig umsetzbar.
Vor- und Nachteile spezieller Ernährungsformen bei Hashimoto
Ernährungsform / Maßnahme | Vorteile | Nachteile |
---|---|---|
Entzündungshemmende Ernährung (viel Gemüse, Omega-3, Ballaststoffe) |
• Kann Entzündungsprozesse reduzieren • Unterstützt die Darmgesundheit • Fördert das allgemeine Wohlbefinden |
• Erfordert Umstellung des Speiseplans • Zeitaufwändiger in Planung und Zubereitung |
Glutenfreie Ernährung |
• Bei Glutenunverträglichkeit oft Linderung von Symptomen • Kann bei nachgewiesener Sensitivität Antikörper senken |
• Nicht für alle Patienten notwendig • Einschränkung bei Lebensmittelauswahl • Gefahr von Nährstoffmangel ohne gute Planung |
Laktosefreie/laktosearme Ernährung |
• Linderung von Verdauungsbeschwerden bei Laktoseintoleranz • Entlastung des Darms möglich |
• Nur sinnvoll bei nachgewiesener Unverträglichkeit • Einschränkung der Lebensmittelauswahl |
Autoimmunprotokoll (AIP) |
• Kann Symptome bei einigen Patienten deutlich verbessern • Ausschluss vieler potenziell problematischer Lebensmittel |
• Sehr streng und alltagsfern • Gefahr von Mangelernährung • Nur unter fachlicher Begleitung empfohlen |
Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel/zuckerreiche Produkte |
• Reduziert stille Entzündungen • Bessere Blutzuckerkontrolle • Günstig für das Gewicht |
• Verlangen nach schnellen Snacks kann Umstellung erschweren |
Erhöhung von Selen- und Vitamin-D-Zufuhr |
• Fördert normale Schilddrüsenfunktion • Teilweise Senkung der Antikörper möglich |
• Überdosierung bei Selbstmedikation möglich • Sollte ärztlich überwacht werden |
Welche Lebensmittel sind bei Hashimoto besonders empfehlenswert?
Welche Lebensmittel sind bei Hashimoto besonders empfehlenswert?
- Paranüsse: Sie liefern außergewöhnlich viel Selen, ein Spurenelement, das für die Schilddrüsenfunktion gebraucht wird. Schon eine bis zwei Nüsse pro Tag reichen aus, um den Bedarf zu decken – aber bitte nicht übertreiben, sonst wird’s zu viel.
- Meeresfisch und Meeresfrüchte: Sie enthalten nicht nur Omega-3-Fettsäuren, sondern auch Jod in natürlicher Form. Gerade bei Hashimoto ist eine moderate Jodzufuhr sinnvoll, wenn kein ärztlicher Widerspruch besteht.
- Eier: Sie sind ein Multitalent – liefern hochwertiges Eiweiß, Vitamin D und B-Vitamine, die für Energie und Stoffwechselprozesse wichtig sind. Das Eigelb ist übrigens die Vitamin-D-Quelle schlechthin, falls mal die Sonne fehlt.
- Hirse und Quinoa: Diese glutenfreien Getreidearten sind leicht verdaulich und punkten mit Eisen, Magnesium und Ballaststoffen. Sie sind eine tolle Alternative zu Weizen und helfen, den Blutzucker stabil zu halten.
- Brokkoli, Rucola und Radieschen: Kreuzblütler liefern Senföle, die antioxidativ wirken. In moderaten Mengen genossen, sind sie eine Bereicherung für den Speiseplan – keine Sorge, sie blockieren die Schilddrüse nicht, solange sie nicht kiloweise roh gegessen werden.
- Beeren und Granatapfel: Diese Früchte sind echte Kraftpakete, wenn es um Polyphenole und Vitamin C geht. Sie unterstützen das Immunsystem und sorgen für einen Frischekick im Alltag.
- Fermentierte Lebensmittel: Joghurt, Kefir oder Sauerkraut liefern lebende Milchsäurebakterien, die die Darmflora stärken. Ein gesunder Darm kann Entzündungen abpuffern und die Aufnahme von Nährstoffen verbessern.
Wer Hashimoto hat, profitiert von einer abwechslungsreichen Auswahl dieser Lebensmittel. Die Mischung macht’s – und der Genuss sollte dabei nicht zu kurz kommen.
Gibt es Nahrungsmittel, die Hashimoto-Patienten meiden sollten?
Gibt es Nahrungsmittel, die Hashimoto-Patienten meiden sollten?
Einige Lebensmittel stehen im Verdacht, Entzündungen zu fördern oder die Schilddrüsenfunktion zusätzlich zu belasten. Auch wenn die Forschung hier noch nicht alle Details kennt, gibt es Erfahrungswerte und Hinweise aus Studien, die für viele Betroffene hilfreich sein können.
- Industriell verarbeitete Produkte: Fertiggerichte, Chips, Wurstwaren und ähnliche Produkte enthalten oft Zusatzstoffe, Transfette und versteckte Zucker, die Entzündungsprozesse begünstigen können.
- Gesüßte Getränke: Limonaden, Fruchtsäfte und Energydrinks liefern viel Zucker und kaum Nährstoffe – sie treiben den Blutzucker in die Höhe und können die Gewichtskontrolle erschweren.
- Sojaprodukte in großen Mengen: Übermäßiger Sojakonsum kann die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen beeinflussen. Kleine Mengen, etwa als fermentiertes Soja, gelten als unproblematisch, aber ein Übermaß sollte vermieden werden.
- Alkohol: Regelmäßiger Alkoholkonsum kann die Leber belasten und die Hormonumwandlung beeinträchtigen. Ein gelegentliches Glas ist meist kein Problem, aber ständiger Konsum sollte tabu sein.
- Künstliche Süßstoffe: Sie stehen im Verdacht, das Mikrobiom im Darm negativ zu beeinflussen. Gerade bei Autoimmunerkrankungen ist ein gesunder Darm jedoch besonders wichtig.
- Große Mengen roher Kreuzblütler: Zwar sind Brokkoli & Co. grundsätzlich gesund, doch exzessiver Rohverzehr kann die Jodaufnahme behindern. Gekochte Varianten sind meist unproblematisch.
Wichtig: Jeder Mensch reagiert unterschiedlich. Es lohnt sich, auf den eigenen Körper zu hören und bei Unsicherheiten eine individuelle Beratung einzuholen.
Beispielhafte Tagespläne: So kann eine Hashimoto-gerechte Ernährung aussehen
Beispielhafte Tagespläne: So kann eine Hashimoto-gerechte Ernährung aussehen
Wer sich fragt, wie eine Ernährung bei Hashimoto praktisch im Alltag aussehen kann, findet hier Inspiration für verschiedene Mahlzeiten. Diese Vorschläge setzen auf abwechslungsreiche, nährstoffreiche Zutaten und vermeiden unnötige Zusatzstoffe. Natürlich lässt sich alles individuell anpassen – aber die Richtung stimmt schon mal.
-
Frühstück:
Hirseporridge mit gerösteten Paranüssen, Heidelbeeren und einem Klecks Naturjoghurt
Die Kombination liefert Selen, Ballaststoffe und Antioxidantien. Wer mag, kann mit Zimt und etwas Leinöl ergänzen. -
Snack am Vormittag:
Ein Apfel und ein paar Walnüsse
Schnell, unkompliziert und voller Omega-3-Fettsäuren sowie Vitamine. -
Mittagessen:
Gedünsteter Lachs auf Quinoa mit gebratenem Brokkoli, Rucola und einem Spritzer Zitronensaft
Hier treffen Jod, Eiweiß und sekundäre Pflanzenstoffe aufeinander – ein echtes Power-Menü. -
Snack am Nachmittag:
Ein Glas Kefir und ein paar Granatapfelkerne
Für die Darmflora und als fruchtige Erfrischung zwischendurch. -
Abendessen:
Linsensalat mit gebratenen Champignons, Paprika, Petersilie und Olivenöl
Pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe und gesunde Fette – leicht, aber sättigend.
Wer abends noch Appetit hat, kann zu einer kleinen Portion Beeren oder einem Stückchen dunkler Schokolade greifen. Die Hauptsache: Die Mahlzeiten sind bunt, frisch und liefern dem Körper das, was er wirklich braucht. So wird Ernährung bei Hashimoto weder langweilig noch kompliziert.
Welche speziellen Diäten könnten bei Hashimoto Vorteile bringen?
Welche speziellen Diäten könnten bei Hashimoto Vorteile bringen?
Es gibt tatsächlich einige Diätansätze, die im Zusammenhang mit Hashimoto diskutiert werden und laut aktueller Forschung für bestimmte Patientengruppen Vorteile bieten könnten. Wichtig: Nicht jede Diät passt zu jedem Menschen – eine individuelle Anpassung ist immer ratsam.
- Glutenfreie Ernährung: Einige Studien zeigen, dass der Verzicht auf Gluten – also das Klebereiweiß aus Weizen, Roggen und Gerste – bei Hashimoto-Patienten mit nachgewiesener Sensitivität oder Zöliakie die Antikörperwerte senken und das Wohlbefinden steigern kann. Wer keine Beschwerden nach dem Verzehr glutenhaltiger Produkte hat, muss aber nicht zwingend darauf verzichten.
- Laktosearme oder laktosefreie Kost: Es gibt Hinweise, dass eine Reduktion von Milchzucker für Menschen mit Laktoseintoleranz hilfreich sein kann, da Verdauungsbeschwerden sonst Entzündungen begünstigen. Für andere ist dieser Schritt meist nicht notwendig.
- Autoimmunprotokoll (AIP): Diese sehr strenge Eliminationsdiät verzichtet zeitweise auf zahlreiche potenziell entzündungsfördernde Lebensmittel wie Nachtschattengewächse, Eier, Nüsse und Samen. Erste Erfahrungsberichte und kleinere Studien deuten auf eine Verbesserung von Symptomen hin, allerdings ist der Aufwand hoch und die wissenschaftliche Datenlage noch dünn.
- Schwarzkümmel (Nigella sativa): Die gezielte Einnahme von Schwarzkümmelöl wurde in einigen Untersuchungen mit einer Verbesserung der Schilddrüsenwerte und einer Reduktion von Entzündungsmarkern in Verbindung gebracht. Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber noch nicht allgemeingültig.
- Strumigenarme Ernährung: Manche Experten empfehlen, Lebensmittel mit sogenannten Strumigenen (z.B. große Mengen roher Kreuzblütler) zu reduzieren, da sie die Jodaufnahme beeinflussen können. Dies ist jedoch meist nur bei sehr hohem Verzehr relevant.
Fazit: Spezielle Diäten können bei Hashimoto Vorteile bringen, wenn sie individuell abgestimmt werden und echte Unverträglichkeiten oder Beschwerden vorliegen. Eine pauschale Empfehlung für alle gibt es jedoch nicht – und jede radikale Umstellung sollte ärztlich begleitet werden.
Aktuelle Studienlage: Was weiß man sicher zur Diät bei Hashimoto?
Aktuelle Studienlage: Was weiß man sicher zur Diät bei Hashimoto?
Die wissenschaftliche Datenlage zur Ernährung bei Hashimoto-Thyreoiditis ist zwar in Bewegung, aber noch immer von Unsicherheiten geprägt. Dennoch gibt es einige Punkte, die sich aus hochwertigen Studien herauskristallisieren und als relativ gesichert gelten.
- Einfluss von Mikronährstoffen: Studien belegen, dass eine ausreichende Versorgung mit Selen und Vitamin D für viele Hashimoto-Patienten von Vorteil ist. Selen kann die Schilddrüsenantikörper bei manchen Betroffenen senken, während Vitamin D-Mangel häufiger bei Autoimmunerkrankungen vorkommt und mit einer höheren Krankheitsaktivität assoziiert wird.
- Keine pauschale Empfehlung für den Verzicht auf Gluten: Die aktuelle Forschung sieht keinen zwingenden Grund, dass alle Hashimoto-Patienten glutenfrei essen sollten. Nur bei nachgewiesener Unverträglichkeit oder Zöliakie bringt der Verzicht Vorteile.
- Kalorienzufuhr und Gewicht: Es gibt Hinweise, dass eine moderate Kalorienreduktion und eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung helfen können, das Körpergewicht zu regulieren. Das ist besonders relevant, da viele Hashimoto-Patienten mit Gewichtszunahme kämpfen.
- Autoimmunprotokoll (AIP) und Eliminationsdiäten: Erste kleinere Studien und Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass restriktive Diäten wie das AIP bei einigen Betroffenen die Lebensqualität und Symptome verbessern können. Die Langzeitwirkung und Sicherheit sind jedoch noch nicht ausreichend untersucht.
- Individuelle Verträglichkeit entscheidend: Die Studienlage unterstreicht, dass individuelle Unterschiede bei der Verträglichkeit von Lebensmitteln groß sind. Eine pauschale Diätstrategie gibt es daher nicht.
Zusammengefasst: Sicher ist bislang nur, dass eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung und die gezielte Versorgung mit Selen und Vitamin D Vorteile bringen können. Alles andere sollte individuell geprüft und möglichst in Absprache mit Fachleuten umgesetzt werden.
Ernährung individuell anpassen: Was tun bei Unverträglichkeiten oder Symptomen?
Ernährung individuell anpassen: Was tun bei Unverträglichkeiten oder Symptomen?
Wenn nach bestimmten Mahlzeiten Beschwerden wie Blähungen, Hautreaktionen oder Erschöpfung auftreten, lohnt sich ein genauer Blick auf die eigene Ernährung. Nicht selten verstecken sich Unverträglichkeiten oder Sensitivitäten, die den Verlauf von Hashimoto zusätzlich belasten können. Hier hilft ein systematisches Vorgehen:
- Symptomtagebuch führen: Wer seine Mahlzeiten und auftretende Beschwerden dokumentiert, erkennt oft Muster. Schon kleine Notizen zu Uhrzeit, Zutaten und Symptomen liefern wertvolle Hinweise.
- Gezielte Auslassdiät: Verdächtige Lebensmittel werden für einige Wochen weggelassen und später einzeln wieder eingeführt. So lässt sich herausfinden, was wirklich Probleme macht – ohne unnötig viele Einschränkungen.
- Fachliche Begleitung: Bei Unsicherheiten oder komplexen Symptomen empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Ernährungsfachkraft. Sie kann helfen, Mangelzustände zu vermeiden und die Ernährung sinnvoll zu gestalten.
- Laboruntersuchungen nutzen: In manchen Fällen liefern Blut- oder Stuhltests zusätzliche Hinweise auf Nährstoffmängel oder entzündliche Prozesse, die mit der Ernährung in Zusammenhang stehen.
- Individuelle Toleranzschwellen beachten: Manche Menschen vertragen kleine Mengen eines Lebensmittels problemlos, während größere Mengen Beschwerden auslösen. Es lohnt sich, die persönliche Grenze herauszufinden, statt pauschal zu verzichten.
Wichtig: Eine individuelle Anpassung der Ernährung ist kein Sprint, sondern ein Prozess. Geduld und Offenheit für Veränderungen zahlen sich langfristig aus – und können das Wohlbefinden spürbar verbessern.
Praktische Tipps für die sofortige Umsetzung im Alltag
Praktische Tipps für die sofortige Umsetzung im Alltag
- Wocheneinkauf planen: Schreibe dir eine Einkaufsliste mit frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln. So umgehst du Spontankäufe von Fertigprodukten und hast immer gesunde Zutaten im Haus.
- Meal Prep nutzen: Bereite größere Mengen vor, zum Beispiel Suppen, Eintöpfe oder Salate, und lagere sie portionsweise. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass du auch an stressigen Tagen ausgewogen isst.
- Essenszeiten strukturieren: Versuche, regelmäßige Mahlzeiten einzuplanen und auf Snacks zwischendurch weitgehend zu verzichten. Das stabilisiert den Blutzucker und hilft, Heißhunger zu vermeiden.
- Gewürze gezielt einsetzen: Baue frische Kräuter und Gewürze wie Kurkuma, Ingwer oder Petersilie in deine Gerichte ein. Sie bringen Geschmack und liefern wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe.
- Getränke bewusst wählen: Greife zu Wasser, ungesüßtem Tee oder verdünnten Gemüsesäften. Sie unterstützen die Hydratation, ohne unnötige Kalorien oder Zusatzstoffe.
- Portionsgrößen im Blick behalten: Verwende kleinere Teller oder Schüsseln, um die Portionsgröße automatisch zu reduzieren – ein einfacher Trick, der beim Abnehmen helfen kann.
- Neues ausprobieren: Wage dich an unbekannte Gemüsesorten oder alternative Getreide wie Amaranth oder Buchweizen. Das bringt Abwechslung und neue Nährstoffe auf den Teller.
- Erfolge festhalten: Notiere kleine Fortschritte, zum Beispiel mehr Energie oder bessere Stimmung. Das motiviert und zeigt, dass sich die Umstellung lohnt.
Fazit: Die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung bei Hashimoto
Fazit: Die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung bei Hashimoto
Der entscheidende Schlüssel für eine nachhaltige Ernährungsumstellung bei Hashimoto liegt in der Bereitschaft, auf den eigenen Körper zu hören und flexibel zu bleiben. Es gibt nicht die eine perfekte Diät – vielmehr ist es das Zusammenspiel aus Wissen, Selbstbeobachtung und Offenheit für Veränderungen, das langfristig den Unterschied macht.
- Langfristige Perspektive einnehmen: Veränderungen sollten Schritt für Schritt erfolgen, damit neue Gewohnheiten wirklich im Alltag ankommen und nicht zur kurzfristigen Belastung werden.
- Individuelle Beratung nutzen: Wer professionelle Unterstützung sucht, kann gezielt auf die eigenen Bedürfnisse eingehen und so Unsicherheiten oder Fehler vermeiden.
- Wissenschaftliche Entwicklungen verfolgen: Die Forschung zu Hashimoto und Ernährung schreitet voran – aktuelle Erkenntnisse können helfen, die eigene Strategie immer wieder zu optimieren.
- Selbstwirksamkeit stärken: Wer die Kontrolle über die eigene Ernährung übernimmt, erlebt oft eine neue Form von Lebensqualität und Selbstvertrauen – das motiviert und trägt durch schwierige Phasen.
Unterm Strich gilt: Eine erfolgreiche Ernährungsumstellung bei Hashimoto ist ein individueller Prozess, der Geduld, Neugier und die Bereitschaft zum Ausprobieren erfordert. Wer sich darauf einlässt, schafft die beste Basis für mehr Wohlbefinden und eine aktive Rolle im Umgang mit der Erkrankung.
Nützliche Links zum Thema
- Ernährung bei Hashimoto-Thyreoiditis: Entzündungshemmend essen
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FAQ: Ernährung bei Hashimoto-Thyreoiditis
Warum spielt die Ernährung bei Hashimoto eine so wichtige Rolle?
Die Ernährung beeinflusst das Immunsystem, die Entzündungsbereitschaft des Körpers und die Darmgesundheit – zentrale Faktoren bei Hashimoto-Thyreoiditis. Bestimmte Lebensmittel können Entzündungen fördern, andere wirken ihnen entgegen und unterstützen das Wohlbefinden.
Welche Lebensmittel sind bei Hashimoto besonders empfehlenswert?
Empfehlenswert sind ballaststoffreiches Gemüse, Beeren, Omega-3-reiche Lebensmittel wie fetter Fisch oder Walnüsse, Vollkornprodukte, fermentierte Lebensmittel und Selenlieferanten wie Paranüsse. Auch Eier und glutenfreie Getreide wie Hirse oder Quinoa können den Speiseplan bereichern.
Gibt es Nahrungsmittel, die Hashimoto-Patienten meiden sollten?
Gemieden werden sollten stark verarbeitete Lebensmittel, Produkte mit hohem Zuckeranteil, künstliche Süßstoffe, große Mengen roher Kreuzblütler sowie übermäßiger Sojakonsum. Auch Alkohol und gesüßte Getränke sind ungünstig.
Sind spezielle Diäten wie glutenfrei oder laktosefrei bei Hashimoto sinnvoll?
Spezielle Diäten wie glutenfrei oder laktosefrei sind nur bei nachgewiesener Unverträglichkeit sinnvoll. Es gibt keine pauschale Empfehlung für alle Hashimoto-Patienten. Eine individuelle Anpassung der Ernährung in Absprache mit Fachleuten ist ratsam.
Wie sieht ein beispielhafter Tagesplan für Hashimoto-Patienten aus?
Ein typischer Tag kann folgendermaßen aussehen: Hirseporridge mit Beeren und Nüssen zum Frühstück, ein Apfel und Walnüsse als Snack, Lachs mit Quinoa und Gemüse zum Mittag, Kefir mit Granatapfel am Nachmittag und ein Linsensalat mit Gemüse zum Abendessen. So wird für Vielfalt und Nährstoffversorgung gesorgt.